DER MENSCH IST, WAS ER ISST

Der Magen-Darm-Trakt dient nicht nur zur Nahrungsaufnahme, er ist Sitz von 80% unseres Immunsystems !

Eine gestörte Darmflora durch verschiedenste Faktoren wie ungesunder Lebenswandel, Medikamente etc., kann Prozesse in Gang setzen, die mit unterschiedlichen Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen einhergehen. Doch dass die Darmgesundheit auch unsere Stimmung und unser Verhalten steuert, ergeben neuere Untersuchungen.

So zeigten Studien an Mäusen, dass sich deren Verhalten signifikant änderte, als man ihre Darmflora „austauschte“.

Man unterzog eine agile, neugierige, fitte Maus und eine eher träge, uninteressierte Maus einer Antibiotika-Behandlung, die deren jeweilige Darmflora komplett zerstörte. Zuvor wurden mittels einer Stuhluntersuchung die Flora des Mäusekots von beiden Mäusen untersucht und labortechnisch angezüchtet.

Nach der Antibiose wurden den beiden Mäusen die Darmflora augetauscht, d.h. die agile Maus bekam die Keime der Uninteressierten und umgekehrt. Das verblüffende Ergebnis: Das Verhalten der Mäuse kehrte sich um! Die ehemals agile Maus wurde nun faul und umgekehrt!



Ob dieses Experiment 1 zu 1 auf den Menschen übertragbar ist?

Fest steht jedenfalls, dass die Darmflora entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden hat, so ist der Darm u. A. wesentlich an der Bildung von Serotonin, unserem Glückshormon, beteiligt.

Übrigens: Serotonin wird gebraucht um Melatonin, unser „Schlafhormon“ zu bilden. Auch ein guter Schlaf hat mit der Verdauung zu tun!

Außerdem ist auch bekannt, dass durch eine Fehlbesiedelung des Darms, bei der ein unausgewogenes Verhältnis von bestimmten Bakterienarten vorliegt, komplexe Kohlenhydrate vollständig verwertet und verdaut werden, was zu einer unverhältnismäßigen Gewichtszunahme, gemessen an der aufgenommenen Menge an Nahrung, führt. So lassen sich nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern ganz offensichtlich auch die Stimmungslage und das Körpergewicht auf einen gesunden Darm zurückführen.